Christian Ollig war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medienrecht und Öffentliches Recht einschließlich ihrer rechtstheoretischen Grundlagen an der juristischen Fakultät der Universität Hamburg tätig, unterstützte Prof. Dr. Wolfgang Schulz bei Forschung und Lehre und koordinierte die Arbeit zwischen der Universität und dem Leibniz-Institut für Medienforschung. Im Jahr 2025 arbeitete er als Postdoc Researcher am HBI. Im gleichen Jahr erhielt er den mit 25.000 Euro dotierten 1. Preis des Deutschen Studienpreises 2025 der Körber-Stiftung in der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften. In seiner an der Universität Hamburg und am HBI bei Prof. Dr. Wolfgang Schulz erstellten medienrechtlichen Doktorarbeit „EU-Plattformregulierung: weltweiter Goldstandard des digitalen Grundrechtsschutzes?“ hat er anhand des Digital Services Act der EU untersucht, wie Menschen ihre Grundrechte, etwa die Meinungsfreiheit, auf Online-Plattformen durchsetzen können. In seiner Arbeit entwickelte Christian Ollig eine neue Theorie zur rechtlichen Umsetzung des Digital Services Act (DSA). Dieses Gesetz verpflichtet u. a. Social-Media-Plattformen erstmals zur Wahrung von Grundrechten der europäischen Charta.
Christian Ollig studierte Rechtswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Université de Cergy-Pontoise und dem College of Europe in Brügge (LL.M.). Gefördert wurde sein Studium durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsch-Französische Hochschule.
Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem im Europäischen Parlament, bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Düsseldorf (Öffentliches Wirtschaftsrecht), Taylor Wessing in Berlin (IT- und Medienrecht), Clifford Chance in Düsseldorf und Jeantet in Paris (jeweils Gesellschaftsrecht).
Seine Forschungsinteressen liegen im europäischen Medienrecht, im Verfassungsrecht und in der Rechtsvergleichung.