Dr. Stephan Dreyer ist Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Zusammen mit Dr. Claudia Lampert leitet er die Forschungsgruppe Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die interdisziplinäre Erforschung und Begleitung der rechtlichen Rahmung des Aufwachsens von Kindern in digitalen Medienumgebungen. Als Experte in den Schnittbereichen von Kinder- und Jugendmedienschutz, technischen und KI-basierten Ansätzen für Sicherheit, Befähigung und Teilhabe sowie Aspekten des Kinderdatenschutzes untersucht er medienregulatorische und kinderrechtliche Fragestellungen im Angesicht neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken. Daneben forscht er zu Folgen und rechtlichen Einhegungen von Desinformation sowie zu Reichweite und Grenzen von Transparenz- und Informationspflichten als Steuerungsressource. Zudem führt er steuerungswissenschaftlich orientierte sowie komparative Untersuchungen von Systemen und Instrumenten informations- und kommunikationsbezogener Governance durch.
Seit 2002 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am HBI tätig. Zuvor studierte der Diplom-Jurist Rechtswissenschaften mit dem Wahlschwerpunkt Information und Kommunikation an der Universität Hamburg. In seiner Dissertation 2018 analysierte er rechtliche Entscheidungen unter Ungewissheit im Jugendmedienschutz und arbeitete heraus, wie die unterschiedlichen Entscheidungsspielräume von Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden und Selbstkontrolleinrichtungen die Verarbeitung dieser Ungewissheit prägen.
Sonstige Tätigkeiten außerhalb des Instituts
Stephan Dreyer ist juristischer Sprecher des Beschwerdeausschusses und der Gutachterkommission der FSM, Kuratoriumsvorsitzender der FSF und Beiratsmitglied von klicksafe.de. Er ist als juristischer Sachverständiger in den Beirat der USK benannt und prüft dort als Vorsitzender des USK-Appellationsausschusses und als Jugendschutz-Sachverständiger bei der USK.online. Stephan Dreyer ist Mitglied des Editorial Boards der Asser-/Springer- Buchreihe „Information Technology and Law Series“.