Die Forschungsgruppe „Mediengeschichte“ befasst sich mit der Rolle von Kommunikation und Medien für soziale und gesellschaftliche Prozesse in zweifacher medien- und kommunikationsgeschichtlicher Hinsicht – zum einen als Kommunikation in der Vergangenheit sowie zum anderen als Kommunikation über Vergangenheit.
Im ersten Fall werden Medienanbieter, Kommunikatoren und kommunikative Prozesse in ihrer Bedeutung für historische Transformationsprozesse untersucht. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt zur Geschichte des Hessischen Rundfunks in den Nachkriegszeit.
Im zweiten Fall werden Studien zum In-Wert-Setzen von Vergangenheit durchgeführt, ausgehend von den grundlegenden Veränderungen der Akteurskonstellation und der kommunikativen Praktiken in digitalen interaktiven Medien. Diese Arbeiten zu Erinnerungspraktiken und einer „digital media history” entstehen im engen Austausch mit dem Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“ in seiner 2. Phase (2025-2029) und der darin arbeitenden Research Group 3 „Partizipation und Aneignung“.
Leiter der Forschungsgruppe: Dr. Hans-Ulrich Wagner