Der Transfer unserer Forschungsergebnisse und der Austausch mit Politik, Wirtschaft, zivilgesellschaftlichen Gruppen und der Allgemeinheit sind für uns von großer Bedeutung.
Wissenstransfer, Beratung und Serviceangebote
Wissenstransfer wird im Institut als Austauschprozess zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Akteuren verstanden. Zielgruppen sind neben der wissenschaftlichen Gemeinschaft und Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Ministerien und Aufsichtsbehörden, Selbstregulierungseinrichtungen, v. a. Journalist*innen, aber auch z. B. Eltern und Lehrer*innen im Rahmen medienpädagogischer Fragestellungen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen.
Wir machen es uns zur Aufgabe, die in den Projekten erarbeiteten Ergebnisse auf ihre praktische Relevanz zu überprüfen und Ergebnisse aktiv zielgruppengerecht zu vermitteln. Bei größeren Projekten veröffentlicht das Institut die Resultate oftmals nicht nur in einem Bericht und in Aufsätzen für die Scientific Community, sondern auch in für Laien verständlichen Kurzfassungen.
Die Expertise des Instituts wird nachgefragt von Medienpolitik und -praxis; hier hilft das Institut bei der Bearbeitung aktueller Fragen, etwa auf Anhörungen und mit Stellungnahmen und Expertisen.
Neuer Programmbereich zur Förderung des Wissenstransfers
Die besondere Bedeutung, die das HBI dem Wissenstransfer beimisst, findet seit 2026 Ausdruck in dem Programmbereich 3 „Wissenschaftskommunikation, Agile Formate und Bibliotheksdienste“. Dieser Programmbereich bietet Serviceleistungen für die Forscher*innen des Instituts und für sein externes Kooperations- und Stakeholder-Netzwerk sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Viele der Projekte des Instituts haben schon von ihrer Konzeption her einen – jeweils unterschiedlich stark ausgeprägten – Anteil an Transferleistung und Austausch. In enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Programmbereichen konzipiert und organisiert das Team Agile Formate, die wissenschaftliche Expertise, interdisziplinären Austausch und gesellschaftlichen Transfer miteinander verbinden. Ziel ist es, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar zu machen, darunter die Fachcommunity sowie Akteure aus Politik, (Medien-)wirtschaft, Zivilgesellschaft und Praxis.
Zur Kommunikation unserer Forschungsergebnisse dienen neben der Website, die alle relevanten Aktivitäten und Publikationen dokumentiert, unsere Social-Media-Angebot auf LinkedIn und BlueSky.
Im BredowCast, einem Audiopodcast, der monatlich erscheint, gibt Kristina Kobrow im Gespräch mit wechselnden Gästen Einblicke in die Forschungsthemen am Institut und in den Alltag der Forscher*innen. Im Media Research Blog bloggen die Forschenden des Instituts zu Themen aus Kommunikationswissenschaft und Medienrecht.
Veranstaltungen
Im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen werden unsere Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. Projekte oder Veranstaltungen werden auch in Kooperation mit nicht-wissenschaftlichen Institutionen entwickelt. Dies macht die Ergebnisse anschlussfähig für die Praxis, zugleich kann das Institut so besser seinen Anspruch einlösen, problemorientierte Forschung zu betreiben. Beispiele dafür sind die regelmäßig mit der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein und der Handelskammer Hamburg durchgeführten Mediensymposien, deren Themen von den Veranstaltern gemeinsam entwickelt werden und an denen stets über 200 Interessierte teilnehmen.
Presseanfragen: Mitarbeiter*innen in den Medien
Das Team Wissenschaftskommunikation des Instituts beantwortet Anfragen von Journalist*innen und vermittelt Ansprechpartner*innen innerhalb und außerhalb des Instituts. Dabei geht es oftmals um die fachliche Einschätzung aktueller Medienentwicklungen in Interviews für das Fernsehen, den Hörfunk, in Online-Angeboten oder in der Presse, häufig aber auch um Hintergrundgespräche mit Redaktionen, Nachrichtenagenturen und Verbänden.
Die Mitarbeiter*innen stehen zudem für die Beantwortung von Fragen nach Literatur, Sachinformationen und als Referent*innen sowie als Beratungsinstanz in Forschungsfragen zur Verfügung. Diese Art des „informellen” Services wird von den Bezugsgruppen oft genutzt und intensiv auch von Journalist*innen in Anspruch genommen.
Service für die Scientific Community: Zeitschrift „Medien & Kommunikationswissenschaft“
Die wissenschaftliche Zeitschrift Medien & Kommunikationswissenschaft (M&K) wird seit 1953 (bis Ende 1999 unter dem Namen „Rundfunk und Fernsehen“) vom Institut herausgegeben und erscheint vierteljährlich im Nomos-Verlag, Baden-Baden, seit 2021 im Open Access.
Die redaktionelle Betreuung erfolgt in der Redaktion des HBI, das Institut erhält hierfür keinerlei Zuschüsse.
Die Zeitschrift folgt dem Double Blind Peer Review-Standard. Seit 2008 ist M&K eine der drei Zeitschriften, deren Abonnement im Mitgliederbeitrag der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft enthalten ist.
Bibliothek
Die Bibliothek des Instituts – eine der wichtigsten Spezialbibliotheken zum Thema Medien/Medienforschung in Norddeutschland – zählt über 32.500 Bände zu ihrem Bestand. Ergänzt wird dieser Buchbestand durch eine umfangreiche Zeitschriftenabteilung, die sowohl deutschsprachige als auch ausländische Fachzeitschriften sowie Presse- und Informationsdienste zu den erwähnten Forschungsgebieten enthält. Eine viel genutzte Rarität ist die Programmzeitschrift Hör zu, die ab Nummer 1/1946 archiviert ist.
Die Bibliothek ist für jedermann zugänglich, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.
Da der Bibliothekskatalog online verfügbar ist, können auch von außerhalb Hamburgs jederzeit Recherchen erfolgen.
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