Aktuelles
Meldungen, Publikationen, Projekte, Blog-Beiträge & Podcasts aus dem Institut
Zukunftswerkstatt: Öffentlich-rechtliche Medien und gesellschaftlicher Dialog
In einer zweitägigen Werkstatt im Herbst 2025 haben Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen Szenarien und Strategien für zukunftsfähige öffentlich-rechtliche Dialogformate entwickelt. Konzipiert und geleitet wurde die Werkstatt von Zukunftsforscherin Rosa Berndt. Über das methodische Konzept dieser Zukunftswerkstatt und die kürzlich veröffentlichte Studie sprechen im BredowCast Rosa Berndt und Magdalena Stratmann (HBI).
Warum ein Social-Media-Verbot keine Lösung ist
In Australien dürfen sich unter 16-Jährige seit Dezember 2025 keine Profile mehr auf sozialen Medien anlegen. Immer mehr europäische Länder planen nun ihrerseits Altersgrenzen für soziale Medien. Jugendmedienschutz-Experte Stephan Dreyer erläutert in Beiträgen für unterschiedliche Medienangebote, darunter netzpolitik.org, mediendiskurs online und Deutsche Welle Nachrichten, dass ein Verbot den Jugendschutz praktisch schwäche und nicht verhältnismäßig sei.
Algorithmische Verstärkung negativer Diskurse als systemisches Risiko
Inwiefern verzerren Algorithmen den öffentlichen Diskurs, wenn sie vor allem konfliktreiche und negativ-emotionale Inhalte verstärken? Und kann diese Verzerrung als systemisches Risiko im Sinne des Digital Services Act (DSA) verstanden werden? Dieser englischsprachige Blogartikel knüpft an den kürzlich veröffentlichten Beitrag „Gütesiegel für zivile Kommunikation“ an und erläutert die Notwendigkeit der dort vorgeschlagenen Maßnahmen.
Stephan Dreyer in Expertenkommission berufen
In einem Modellversuch entwickeln die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) unter Begleitung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) Qualitätsstandards für automatisierte und KI-gestützte Bewertungssysteme. Als Mitglied einer Expertenkommission entwickelt und erprobt Stephan Dreyer Prüf- und Anerkennungskriterien für Bewertungssysteme im Jugendmedienschutz.
„Er macht halt alles richtig. Der ist einfach smart” – Sichtweisen von Jugendlichen auf KI
Längst werden KI-Anwendungen nicht mehr nur für Hausaufgaben genutzt, sondern auch als Ratgeberin und Gesprächspartner. Dieser Blogbeitrag wirft einen Blick auf die Erfahrungen von Jugendlichen mit KI und zeigt: In Schule und Elternhaus fehlt oft der Raum für eine gemeinsame Auseinandersetzung damit, welche Rolle KI in unserem Alltag spielen soll. Der Safer Internet Day bietet einen guten Anlass, darüber ins Gespräch zu kommen.
Generative KI aus Sicht von Jugendlichen
Die Nutzung generativer KI – insbesondere ChatGPT – ist inzwischen fest in der Online-Nutzung Jugendlicher verankert. Eine qualitative Studie von Kira Thiel, Claudia Lampert und Eleysa Memis nimmt die Perspektiven Jugendlicher auf generative KI in den Blick und zeigt, welche Bedeutung KI-Anwendungen im Alltag der Jugendlichen zukommt.
Reform des Medienstaatsvertrages: Chance für Dialog im Digitalen
Hamburg, 09.02.2026. Öffentlich-rechtliche Medien tragen in der digitalen Öffentlichkeit eine neue Verantwortung: Sie sollen nicht nur Inhalte senden, sondern Räume für Debatten eröffnen, moderieren und verlässlich strukturieren. Die Studie „Dialogfunktion von Public Service Media – Impulse einer Zukunftswerkstatt für die Medienpolitik“ zeigt, wie dieser Rollenwandel gelingt und welche Reformen dafür notwendig sind.
Public Service Media als Dialog-Ermöglicher
Für das Projekt “Dialogformate öffentlich-rechtlicher Medien” hat Magdalena Stratmann eine Literaturanalyse zur "Rolle von Public Service Media als Ermöglichern von Dialog in digitalisierten Gesellschaften" durchgeführt. Diese ist nun als Arbeitspapier zum Download erschienen.
Wie der Digital Services Act (DSA) Plattformen reguliert
US-Politiker werfen der EU vor, sie würde mit dem Digital Services Act (DSA) die Meinungsfreiheit gefährden. Medienrechtler Christian Ollig argumentiert, es verhalte sich umgekehrt: Der DSA schütze die Meinungsbeiträge der Nutzenden vor willkürlicher Zensur durch die Plattformbetreiber und gäbe ihnen auf europäischer Ebene eine rechtliche Grundlage, ihre Meinungsfreiheit gegenüber den großen Plattformbetreibern einzuklagen.
Termine
Jugendliche in einer digitalen Gesellschaft
8. Oktober 2026Auf der Konferenz "Youth in a Digital Society" präsentiert Leonie Alatassi Forschungsergebnisse zur algorithmischen Kompetenz junger Menschen auf TikTok.
PotsdamSichtbarkeit ist Macht: KI, Plattformen und Medienpolitik
9. Oktober 2026Anna von Garmissen moderiert auf der Frankfurter Buchmesse eine Podiumsdiskussion über den Einfluss von KI und digitalen Plattformen auf Journalismus und Pressefreiheit.
FrankfurtPressefreiheit unter Druck
13. Oktober 2026Was setzt Pressefreiheit unter Druck? Journalist*innen und Wissenschaftler*innen diskutieren im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit über die Bedingungen für unabhängigen Journalismus.
HamburgJournalismus unter Druck von rechts
15. Oktober 2026Mit dem Aufstieg des Populismus geraten Journalist*innen immer stärker ins Visier rechter Akteure. Wie recherchiert man im rechten Milieu? Wie lassen sich rechte Netzwerke aufdecken? Was bedeuten die Angriffe auf die Pressefreiheit für den Journalismus? Darüber sprechen Forschende des HBI mit Medienpraktiker*innen.
HamburgWarum KI die Medienkrise nicht lösen wird
29. Oktober 2026Wiebke Loosen diskutiert beim Publix Thursday über die Möglichkeiten und Grenzen von KI im Journalismus.
BerlinHamburger Horizonte 2026
Online-Sicherheit von Jugendlichen: Wie viel Adultismus darf’s denn sein?
11. November 2026Das HBI veranstaltet bei den Hamburger Horizonten eine Diskussion über Online-Sicherheit, Schutz und Selbstbestimmung von Jugendlichen.
Hamburg