PB 1 Gesellschaftliche Funktionen von Kommunikation und Medien

Kommunikation und Medien sind unverzichtbare Elemente von Gesellschaft und stehen mit ihr in Wechselwirkung: Nur durch Kommunikation können Menschen miteinander in Beziehung treten, und nur durch Medien können sie diese Kommunikation auch über räumliche oder zeitliche Distanzen hinweg pflegen und Kollektive unterschiedlicher Größe einbeziehen. Wenn sich Kommunikationspraktiken oder mediale Strukturen und Logiken ändern, hat das daher unmittelbaren Einfluss auf unser gesellschaftliches Miteinander. Zugleich sind die Veränderungen von Medien und Kommunikation selbst immer auch Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlung und sozialer Verhältnisse.

Der Programmbereich “Gesellschaftliche Funktionen von Kommunikation und Medien” untersucht die Bedingungen, Abläufe, Strukturen und Konsequenzen dieser Wechselbeziehung:

  • Wie und wann fördern Kommunikation und Medien individuelle und gesellschaftliche Orientierungs-, Meinungsbildungs- und Verständigungsprozesse?
  • Wo und warum sind Kommunikation und Medien in ihrer gegenwärtigen Gestalt hinderlich oder gar dysfunktional für diese Prozesse?
  • Wie wirken sie sich aus auf individuelle Informiertheit und geteiltes Wissen, auf Identitätsbildung und kulturelles Erinnern, auf kollektive Entscheidungen und demokratischen Zusammenhalt?
  • Und welche gesellschaftlichen Vorstellungen, Normen, Interessen und Akteurskonstellationen prägen die Entwicklung von Medienangeboten und Kommunikationstechnologien?

Der Programmbereich umfasst sechs Forschungsgruppen, die für unterschiedliche Zugänge zu diesen Fragen stehen. Sie untersuchen die Funktionen von Kommunikation und Medien in der Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven, interdisziplinär, methodisch vielfältig und immer wieder auch in einer (historischen) Langzeitbetrachtung und mit Blick auf Transformationsmomente. Jeweils einzeln und in ihrer Zusammenarbeit bearbeiten sie so zentrale wissenschaftliche Fragen und liefern der Gesellschaft Orientierungswissen in Zeiten beschleunigten Wandels und multipler Krisen.

Innerhalb des Programmbereichs 1 arbeiten die folgenden sechs Forschungsgruppen:

Übersicht

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Forschungsgruppen

KI-Bild mit Knetfiguren: Zwei Mädchen und ein Junge machen ein Selfie von sich.

Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen

Der Fokus der Forschungsgruppe "Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen" richtet sich auf die Orientierungsfunktion digitaler Medien für Heranwachsende und die Frage, wie sich das Vertrauen in Anbieter, Angebote und Informationen insbesondere durch die Weiterentwicklung von KI-gestützten Systemen verändert.

Stethoskop liegt auf Smartphone.

Gesundheitskommunikation

Die Forschungsgruppe "Gesundheitskommunikation" befasst sich mit der Veränderung gesundheitsbezogener Kommunikationsprozesse im Kontext fortschreitender digitaler Transformationen.

An old television set sits one a dune under a blue sky

Mediengeschichte

Die Forschungsgruppe Mediengeschichte befasst sich mit der Rolle von Kommunikation und Medien für soziale und gesellschaftliche Prozesse – zum einen als Kommunikation in der Vergangenheit sowie zum anderen als Kommunikation über Vergangenheit.

Ein Labor-Reagenzglas mit drei bunten Glasröhrchen steht auf gelben Tablett auf hellblauem Grund

Media Research Methods Lab

Das Media Research Methods Lab (MRML) unterstützt die Anwendung computergestützter Methoden innerhalb und außerhalb des HBI durch Kooperationsprojekte, eigene Methodenforschung und die Erhebung, Aufbereitung und Bereitstellung von Datensätzen.

Eine Reihe von Menschen blickt auf ihr Handy

Mediennutzung und ihre gesellschaftlichen Effekte

Die Forschungsgruppe "Mediennutzung und ihre gesellschaftlichen Effekte" untersucht, wie Menschen Nachrichten und andere informationsbezogene Inhalte nutzen, wie sich diese Praktiken im Zuge technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen wandeln und welche Auswirkungen dies auf Individuen, Öffentlichkeit und demokratische Gesellschaften hat.

Mit Dall-E generierte Illustration eines Newsrooms, den ein Roboter und ein Mensch betreten

Transformation von Journalismus und Öffentlichkeit

Die Forschungsgruppe "Transformation von Journalismus und Öffentlichkeit" untersucht die Transformation von Journalismus und Öffentlichkeit empirisch und theoriegeleitet – auch um zu verstehen, was sie für demokratischen Zusammenhalt bedeutet.

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